Lutherrose

Von: Heinz Drews <ha.dew@t-online.de>
Datum: 18 JAN 2007 17:12 GMT
An: "Hans-Ulrich Klose" <Hans-Ulrich.Klose.lt@bundestag.de>
Betreff: Afrika
 

Heinz Drews

eMail:ha.dew@t-online.de

Herrn

Hans-Ulrich Klose

Mitglied des Deutschen Bundestages

Sehr geehrter Herr Klose!

Gerade habe ich die Einladung ausgedruckt zu Ihrem Vortrag über Afrika, der für den 25. Januar 2007 im Kurt-Schuhmacher-Haus in Hamburg vorgesehen ist, zu dem ich mich mit diesem Schreiben anmelde.

Mit Afrika verbinden mich einige persönliche Erlebnisse. Damit steht für mich ein Anliegen in Zusammenhang, das ich Ihnen vortragen möchte.

Am 15. Dezember 2006 habe ich mich mit einem Schreiben an den Bundesaußenminister, Dr. Frank-Walter Steinmeier gewandt. Das Schreiben ist jeweils mit Datum vom 8. Januar 2007 der Französischen Botschaft und der Botschaft der Republik Togo als Kopie übermittelt worden. Die drei Schreiben füge ich bei. Ich hoffe, Sie werden Zeit finden zu einer Kenntnisnahme des Inhalts. Es ist nicht wenig, und Bundestagsabgeordnete haben einen langen Arbeitstag. Wenn Ihnen irgend etwas an dem Inhalt missfällt, teilen Sie mir das bitte in aller Offenheit mit. Das Schreiben enthält die für Sie  notwendigen Informationen.

Am 12. Januar 2005 habe ich in Togo geheiratet. Zum Zwecke der Eheschließung bin ich am 1.Januar 2005 nach Togo eingereist, am 1.Februar 2005 habe ich das Land wieder verlassen. Es war eine schöne Zeit, die ich nicht aus meinem Leben streichen möchte. Aber die Freude war nicht von langer Dauer. Unmittelbar nach meiner Abreise geriet Togo durch den Tod seines Präsidenten, Gnassingbé Éyadema, in schwere politische Turbulenzen. Berichten zufolge waren mehr als 800 Todesopfer zu beklagen,4500 Verletzte und zwischen 40.000 und 60.000 Menschen, die in die Nachbarländer Ghana und Benin geflohen sind.

Ende April 2005 wurde das Goethe-Institut in Lomé bis zur Abbruchreife zerstört. Was mit den 140 togolesischen Deutschlehrern geworden ist, habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Meine Frau ist mit engsten Familienangehörigen noch vor den Ereignissen aufgrund von Warnungen in das Nachbarland Benin geflohen. Die Ereignisse haben im familiären Bereich zu Belastungen geführt, die nicht ausgeräumt sind.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich der Sache annehmen könnten und etwas bewegen. Wie aus dem Schreiben an den Bundesaußenminister ersichtlich, geht es mir nicht nur um persönliche Belange.

Mit besten Wünschen und Grüßen, Heinz Drews

Anlagen

Steinmeier          

 Franz. Botschaft  

 Togo Botschaft     

 

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